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Späte Einsicht – Belgisch-Französische Dexia Bank wird zerschlagen

Bank in Not?Überraschend kommt die Meldung, dass die Großbank Dexia zerschlagen werden soll, mit Sicherheit nicht. Schon zu Beginn der Finanzkrise im Jahr 2008 musste die Bank, die aus einem Zusammenschluss (1996) französischer und belgischer Banken entstand, durch Milliardenzahlungen Frankreichs und Belgiens künstlich am Leben gehalten werden.

Zerschlagene Träume

Schon damals wurde vielfach gefordert, was nun umgesetzt wird: Die zahlreichen einzelnen Geschäftszweige und Banken werden zerschlagen und – sofern sich ein Interessent findet – einzeln verkauft. Gerade die starke Fragmentierung der Geschäftsbereiche, die im aktuellen Prozess der Zerschlagung offensichtlich wird, wurde der Dexia in der Finanzkrise zum Stolperstein. Ein starkes Engagement in Griechenland war ebenfalls nicht hilfreich, obwohl dieser Umstand nicht  ausschlaggebend ist. Vielmehr zeigt die Dexia pars pro toto die Gefahren einer Bankenbranche, die von stetig wachsenden (man könnte auch sagen wuchernden) Universalbanken dominiert wird.

Der Preis des Misserfolgs

Während die Zukunft der einzelnen Geschäftsbereiche noch mehr oder weniger offen ist, müssen Frankreich, Belgien und Luxemburg den möglichen Ausfall von Wertpapieren in Höhe von insgesamt 90 Milliarden Euro garantieren. Wie hoch die tatsächlichen Kosten ausfallen, lässt sich anhand dieser Zahl jedoch heute kaum abschätzen.

Die Bedeutung für deutsche Bankkunden

Obwohl der Großteil des Geschäfts der Dexia in den frankophonen Ländern beheimatet ist, geht die Zerschlagung der Bank auch an Deutschland nicht spurlos vorüber. Vor allem diejenigen Sparer, die sich in den letzten Jahren für Geldanlagen der DenizBank entschieden haben, dürften zumindest mit einem Auge auf die aktuellen Entwicklungen schauen. Die türkische Dexia-Tochter sucht weiterhin nach einem finanzstarken Käufer, das Gerücht einer Übernahme durch die russische Sberbank hat sich nämlich als ebensolches erwiesen: ein Gerücht. Wer auch immer die Geschäfte der DenizBank übernehmen wird, um seine Einlagen braucht derzeit wohl kein Kunde zu fürchten. Nicht nur, dass die Geschäfte der türkisch-österreichischen Direktbank zuletzt gut liefen, auch die gesetzliche Einlagensicherung in Höhe von 100.000€ sorgt für ein sicheres Ruhekissen.

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