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Archiv für die Kategorie „finsider – Update“

Viele Wege führen zu Fans: Ethische Bank hat Nase bei Facebook vorn

Auch im Dezember standen die Deutsche Bank, Cortal Consors und die GLS Bank im BASIN-Ranking auf den Plätzen 1 bis 3 – wie aber kommt es, dass ausgerechnet drei Banken, die sich in Ausrichtung, Größe und Kundenzahl derart unterscheiden, in Social Media ähnlich erfolgreich sind? Diesen Beitrag weiterlesen »

Die Inflation steigt, der Leitzins bleibt

Nach langer Durststrecke wieder ein Lichtblick beim FestgeldZum ersten Mal seit über einem Jahr stieg die Inflationsrate in der Europäischen Union wieder deutlich an. Ganze 2,2% betrug sie im Dezember vergangenen Jahres, die Hauptverantwortlichen für den Sprung sind dabei die Stromkonzerne, die zum Teil mit deutlichen Preisanstiegen für eine böse Weihnachtsüberraschung sorgten.

Trotz dieses deutlichen Anstiegs der Inflationsrate, die nunmehr oberhalb des Zielwerts von 2,0% Prozent liegt, nahm die Europäische Zentralbank am Donnerstag von einer Erhöhung des Leitzinssatzes Abstand. Diesen Beitrag weiterlesen »

Tagesgeld: Ein Bäumchen, das sich schnell wechselt

Dank Direktbanken,  Online-Banking, Finanzportalen und Vergleichsrechnern ist es heutzutage sehr viel einfacher, ständig auf dem neusten Stand zu sein, was Geldanlage- und Kreditzinsen angeht, und dieses Wissen schnell zu nutzen. Die Eröffnung eines neuen Kontos ist mit ein paar Klicks und dem Gang zur Post für das Postident-Verfahren erledigt, und die Einlagen sind mit ein paar weiteren Klicks transferiert.

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RIP noa bank – es leben die Ethikbanken?

So spektakulär wie die noa bank vor fast einem Jahr erstmalig auf dem deutschen Bankenmarkt aufgetreten ist, so spektakulär haben die Verantwortlichen der noa bank in den vergangenen Wochen auch das (voraussichtliche) Ende des Finanzinstituts inszeniert. Wilde Verschwörungstheorien gingen dem Beschluss der BaFin voraus, ein Moratorium zum Schutz der Kundeneinlagen zu verhängen. Francois Jozic, Gründer der noa bank, rief zur „Rettung der Demokratie im Finanzwesen“ auf und musste zuletzt doch aufgeben.

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Trügerische Transparenz: Das Demokratieverständnis der noa Bank

noa bank - ethische Geldanlagen fürs 20. Jahrhundert?„Retten Sie die finanzielle Demokratie! Schaffen wir gemeinsam eine bessere Welt!“ heißt es derzeit im Blog der noa Bank – hehre Ziele für jemanden, der sich im gleichen Atemzug als der Kleinere im Kampf „David gegen Goliath“ sieht. François Jozic, Gründer der noa Bank, sucht auf http://www.anderebank.de 15.000 Unterschriften für die noa Bank-Petition „zur Rettung der finanziellen Demokratie“ – dass der Zählerstand nach 10 Tagen gerade einmal 260 Stimmen aufweist, zeugt nicht gerade von grenzenlosem Vertrauen der noa-Kunden. Vielmehr zeigen die Kommentare, dass viele Bankkunden nicht nur enttäuscht sind, sondern auch eine Ahnung haben, wo Fehler im Konzept der noa Bank liegen könnten. Eine Frage, die sich wahrscheinlich viele stellen, bringt Leser Mike auf den Punkt:

Hinkt Ihre Idee der noa Bank auf beiden Beinen? Ist der “Geburtsfehler” (sofern vorhanden) heilbar?

noa Bank beschönt Grund für Geldannahmestopp

Die neuesten Schlagzeilen dürften derweil auch nicht dafür sorgen, dass sich deutlich mehr Zeichner für die Petition finden. Wie die Financial Times Deutschland berichtet, war der Grund des Einlagenstopps Ende Juni nur indirekt das „enorme Wachstum“, wie Jozic den Kunden der noa Bank am 24. Juni erklärte. Vielmehr hatte die BaFin am 23. Juni den Riegel vorgeschoben und der noa Bank sowohl die Geldannahme als auch die Kreditvergabe untersagt. Rechtlich ist zwar nicht zu beanstanden, dass die Auskunft an die Kunden die Realität, sagen wir, etwas beschönte – ein schaler Nachgeschmack bleibt dennoch. Und das Gefühl, dass die noa Bank doch nicht so „anders“ ist, wie sie sich gerne hätte, sondern die Transparenz im Zweifel auch hier Grenzen hat.

Versucht Jozic von sich abzulenken, indem er die Schuld auf die BaFin und den Finanzmarkt schiebt? Ist die noa Bank groß genug, um eine potentielle Gefahr darzustellen, die der Rest der Finanzwelt auszulöschen versucht? Was steckt wirklich hinter den Problemen der noa Bank? Ihre Meinung ist gefragt!

UPDATE: Dieser Prozess war kürzer, als erwartet:  Am 18.08.2010 verpasste die BaFin der noa Bank, und indirekt auch noa factoring, den finalen Todesstoß – was aus den eingefrorenen Kundeneinlagen wird, Reaktionen von Betroffenen und weitere Hintergründe natürlich in den kommenden Tagen auf finsider.de!

giropay vs. sofortüberweisung.de

Die 1. Runde im Kampf der Online-Bezahldienste ist eröffnet!

Nun beginnt also bei den Online-Bezahldienste der Kampf um die Marktanteile. giropay, ein Dienstleister, der von den Sparkassen, den Genossenschaftsbanken und der Postbank betrieben wird, hat Klage gegen einen seiner größten Konkurrenten, sofortüberweisung.de, eingereicht. Der Vorwurf: unlauterer Wettbewerb.



Die Klageschrift konzentriert sich dabei auf den Umstand, dass bei einer Zahlung über sofortüberweisung.de der Nutzer seine PIN- und TAN-Daten an die Betreiber von sofortüberweisung.de weitergibt und nicht erst auf das Portal seiner eigenen Bank weitergeleitet wird, wo die Transaktion wie bei einer Überweisung üblich per PIN und TAN abgeschlossen wird und wie es auch bei giropay der Fall ist. Zwar betont sofortüberweisung.de die Sicherheit des eigenen Zahlungssystems, fragwürdig ist die Weitergabe solch essentieller Daten wie TAN und PIN an Dritte jedoch auf jeden Fall. Und zwar nicht nur aus Sicherheitsgründen.

Sparen und kassieren

Natürlich stört sich giropay weitaus weniger an den eventuellen Sicherheitsproblemen der Konkurrenz, als vielmehr daran, dass die vermeintlichen Lücken im Sicherheitsprotokoll es sofortüberweisung.de erlauben, eine Transaktion deutlich billiger anzubieten (1,00% vs. 1,50% bis 2,50%). Ermöglicht wird der günstige Preis primär dadurch, dass sofortüberweisung.de die abgefragten Daten automatisiert im Online Banking der jeweiligen Banken einträgt, also das automatisiert, was der Kunde bei einer Überweisung und bei giropay selbst machen muss.

giropay jedoch hat Verträge mit den einzelnen Bank abgeschlossen, was den notwendigen Aufwand des giropay-Geschäftsmodells nicht unerheblich vergrößert. Und damit natürlich auch die Kosten und den Preis der Dienstleistung. Ob es sich bei der „Abkürzung, die sofortüberweisung.de nimmt, tatsächlich um unlauteren Wettbewerb von Seiten der Betreiber handelt, oder ob alles in jeder Hinsicht – auch in rechtlicher – sicher ist, wage ich nicht zu beurteilen.



Kampf um einen kleinen Markt

Interessant ist es jedoch auf jeden Fall, zu beobachten, mit welch harten Bandagen der Kampf zweier Online-Bezahldienste ausgetragen wird, vor allem wenn man bedenkt, dass beide eine nicht einmal annähernd dominante Stellung am Markt einnehmen. Die besitzt immer noch PayPal. Und selbst PayPal als Riese der Online-Bezahldienste kann heute online denn traditionellen Zahlungsformen (Vorkasse, Nachnahme und Rechnung) noch lange nicht das Wasser reichen und bedient – inklusive Konkurrenz – gerade einmal ein Fünftel des Gesamtvolumens.