Archiv für die Kategorie „Politik & Wirtschaft“
Das ändert sich 2012: Sicherer, schneller, SEPA
Seit 2008 wird daran gearbeitet, den Weg für SEPA zu ebnen, 2012 tritt nun die letzte Änderung in Kraft: Überweisungen müssen ab dem 01. Januar 2012 innerhalb eines Werktags durchgeführt werden – ein Schritt, der Bankkunden zu Gute kommt, die bisher bis zu drei Tage auf ihr Geld warten mussten. Diesen Beitrag weiterlesen »
Späte Einsicht – Belgisch-Französische Dexia Bank wird zerschlagen
Überraschend kommt die Meldung, dass die Großbank Dexia zerschlagen werden soll, mit Sicherheit nicht. Schon zu Beginn der Finanzkrise im Jahr 2008 musste die Bank, die aus einem Zusammenschluss (1996) französischer und belgischer Banken entstand, durch Milliardenzahlungen Frankreichs und Belgiens künstlich am Leben gehalten werden.
Zerschlagene Träume
Schon damals wurde vielfach gefordert, was nun umgesetzt wird: Die zahlreichen einzelnen Geschäftszweige und Banken werden zerschlagen und – sofern sich ein Interessent findet – einzeln verkauft. Diesen Beitrag weiterlesen »
Die erwartete Leitzinserhöhung – Folgen die Banken der EZB?
1,50 Prozent beträgt seit vergangenem Donnerstag der Leitzins der EZB, was einer Erhöhung des wichtigsten Zinssatzes der Eurozone um einen viertel Prozentpunkt entspricht. Die Entscheidung der Währungshüter kam aufgrund der anhaltend “hohen” Inflation von aktuell 2,7 Prozent alles andere als überraschend und trifft auch kaum auf Widerspruch von Seiten der Politik und Wissenschaft.
Doch wird sich die Zinserhöhung auch auf die Zinsen der Banken und damit auf Kreditkosten, Tagesgeldzinsen und Co. auswirken? Die eindeutige Antwort auf diese Frage muss “jein” lauten. Diesen Beitrag weiterlesen »
Inflation oder Wie viel weniger Netto vom Brutto hätten S’ denn gern?
Das Schreckgespenst der Deutschen ist wieder zurück – die Inflation! Seit den 20er Jahren des vergangenen Jahrhunderts gibt es kaum ein Thema, das ein derartiges Drohpotential aufweist. In der Zwischenzeit konnte der Russe der Teuerungsrate zwar zeitweise den Rang ablaufen, doch auf lange Sicht existiert nichts, was den Deutschen einen ähnlichen Schrecken wie die Inflationsgefahr einjagen kann.
Während die Teuerungsrate 2010 noch bei niedrigen 1,1% lag, befindet sie sich aktuell bereits bei 1,9%, knapp unterhalb des Zielwerts der Europäischen Zentralbank. Auch dies ist noch ein moderater und langfristig unproblematischer Wert. Aufgeschreckt wurden Medien und Bürger erst durch die Prognosen aus berufenem (und nicht-berufenem) Munde, dass in den nächsten zwei bis drei Jahren durchaus mit einer Inflationsrate von 4,0% oder mehr zu rechnen sei.
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Wann kommt die Flut? – Bernanke macht die Schleusen auf
Wann die Flut kommt, ist eigentlich die falsche Frage. Welche Ausmaße sie haben wird, wenn Ben Bernanke, seines Zeichens Chef der US-amerikanischen Notenbank, am 3. November die Notenpresse anschmeißt, ist die Richtige. Diesen Beitrag weiterlesen »
Zinsanhebung in China – Kurs halten in der EU?
Drei Jahre sind bereits vergangen, seitdem die Bank of China das letzte Mal die Zinsschraube aufdrehte – nun ist es endlich wieder soweit. In einem überraschenden Schritt haben die chinesischen Zentralbänker das erste Mal seit Beginn der Finanzkrise den Leitzins erhöht, ein deutliches Signal an die internationalen Märkte.
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Vom Vorstand in den Knast? Die Causa BayernLB
Während allerorten bereits von einem neuerlichen Wirtschaftsboom (dank Export) geträumt wird, geraten die Finanzkrise und ihre Folgen allmählich aus dem Blickfeld. Natürlich, wenn die HRE wieder Bürgschaften in Milliardenhöhe benötigt, um ihre Bad Bank zu stützen, ist kurzzeitig das Thema wieder in aller Munde. Ein Abschluss, auch und vor allem juristischer Natur, scheint der Finanzkrise jedoch nicht gegönnt zu sein.
Aus acht mach zwei? Zur Zukunft der Landesbanken
Heute können die Landesbanken aus Nord wie Süd auf eine ereignisreiche Geschichte zurückblicken. Ursprünglich geschaffen, um den einzelnen Sparkassen-Verbünden hilfreich zur Seite zu stehen und vor allem den Mittelstand mit Finanzspritzen zu unterstützen, haben sich die Landesbanken über die Jahre hinweg zur Deponie für verdiente Landespolitiker und zum Spielzeug der jeweiligen Länderchefs entwickelt.
Weg vom Mittelstand und hin zum riskanten Auslandsgeschäft, eine Entwicklung, deren Fragwürdigkeit durch die Finanzkrise jäh an die Öffentlichkeit gezerrt wurde, könnte heute ihr verdientes Ende finden. Den politische Wille auf Länderebene vorausgesetzt.
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Zahl der Konsumentenkredite sinkt weiter
Eine gute Nachricht? Vergangene Woche meldete die Schufa ein deutliches Absinken der Konsumentenkredite im vergangenen Jahr – sicherlich eine Folge der Finanz- und Wirtschaftskrise. Aus Sicht der kreditvergebenden Banken ist das eine Entwicklung, die nicht zu begrüßen ist. Und auch die Produzenten und Händler von Konsumgütern schätzen den Kauf auf Kredit, steigert er doch ihren Umsatz.
EU will mehr Sicherheit für die Einlagen
Die Einlagen von Privatanlegern bis zu einer Höhe von 100.000 Euro gesetzlich abzusichern, war bereits seit längerem geplant. Nun arbeitet die Europäische Union allerdings an etwas Größerem, einer Einlagensicherung, die umfassender und vor allem belastbarer ist.
Umfassender schon aus dem Grund, dass in Zukunft auch Fremdwährungskonten unter die gesetzliche Einlagensicherung fallen sollen. Auch soll die Frist, in der die Guthaben ausbezahlt werden müssen, auf eine Woche gesenkt werden. Um die derart steigenden Anforderungen bewältigen zu können, sollen die Banken zudem dazu verpflichtet werden, rund 1,5 Prozent der Spareinlagen als Rücklagen zu halten.
Wie zu erwarten, sind die Pläne der EU bei den Banken auf wenig Gegenliebe gestoßen. Eine Verschärfung der Bedingungen auf europäischer Ebene sehen vor allem die deutschen Institute als unnötig an und verweisen auf die privaten Einlagensicherungsfonds. Aber diese Haltung kennen wir ja bereits von der Verbraucherkreditrichtlinie.


