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Artikel-Schlagworte: „Geldanlage“

Alles super, oder was? Die Super-Zins-Mogelpackungen der Banken

Alles außer super: Die Super-Zins-Mogelpackungen der BankenDie Verbraucherzentralen weisen mit schöner Regelmäßigkeit auf den Trick mit der Vorratspackung hin: “Mega-Spar-Paket” steht dann auf der 15-kg-Waschmittelpackung, “Super-Vorrats-Pack” auf der 2kg-Dose Gummibärchen. “Wer große Mengen kauft, spart automatisch!”, denkt sich die Hausfrau und schleppt den Weißen Riesen nach Hause. Doch wer nachrechnet, stellt oft fest, dass der Preisunterschied zu kleinen Packungen minimal bis nicht vorhanden ist – und das Super-Angebot eine Super-Mogelei.

Verständlich, dass die Enttäuschung des Verbrauchers groß ist, wenn sich etwas “super” nennt, das höchstens die Bezeichnung “normal” verdient hat. Doch dieses Phänomen begegnet uns natürlich nicht nur im Supermarkt, sondern auch – Sie ahnen es sicher – bei den Banken. Diesen Beitrag weiterlesen »

Die erwartete Leitzinserhöhung – Folgen die Banken der EZB?

Der Leitzins steigt - die Anlagezinsen auch?1,50 Prozent beträgt seit vergangenem Donnerstag der Leitzins der EZB, was einer Erhöhung des wichtigsten Zinssatzes der Eurozone um einen viertel Prozentpunkt entspricht. Die Entscheidung der Währungshüter kam aufgrund der anhaltend “hohen” Inflation von aktuell 2,7 Prozent alles andere als überraschend und trifft auch kaum auf Widerspruch von Seiten der Politik und Wissenschaft.

Doch wird sich die Zinserhöhung auch auf die Zinsen der Banken und damit auf Kreditkosten, Tagesgeldzinsen und Co. auswirken? Die eindeutige Antwort auf diese Frage muss “jein” lauten. Diesen Beitrag weiterlesen »

Der Leitzins auf dem großen Sprung: 1,00% → 1,25% → ?

Der Leitzins steigt - wer profitiert?2,50% sollen es werden, so die einhellige Meinung zahlreicher Experten. Ob der Leitzins diesen Wert nun bereits Ende 2011 erreichen wird, oder doch bis 2012 gewartet werden muss, wird allerdings noch kontrovers diskutiert. Eins ist jedoch klar: Schon der bescheidene Schritt von 1,00% auf 1,25% hat die Fantasie aller Beteiligten nachhaltig beflügelt. Doch warum die ganze Aufregung über eine Zinsanpassung in Höhe von einem viertel Prozentpunkt?

Zwei Gründe gibt es für das hohe Interesse an der Leitzinserhöhung: zum einen der Anstieg der Inflationsrate auf über 2,00%, zum anderen das aktuell sehr niedrige Zinsniveau im Bereich der Geldanlagen. Während die eine Fraktion einen Anstieg der Verbraucherpreise beklagt und ein Lockerlassen der Zins-Zügel durch die Europäische Zentralbank fordert (und nun natürlich auch begrüßt), spekulieren die Vertreter der Anlagezinsfraktion auf höhere Zinsen für Tagesgeld, Festgeld & Co. Doch wer profitiert letztendlich von einer Erhöhungen des Leitzinssatzes? Diesen Beitrag weiterlesen »

Vorweihnachtliche „Überraschung“ – Beratungsprotokolle schützen die Banken, nicht die Kunden

Missbraucht und ausgenutzt - das BeratungsprotokollIn einer breit angelegten Studie hat der Bundesverband der Verbraucherzentralen, zusammen mit seinen auf Länderebene operierenden Mitgliedern, die seit Anfang 2010 vorgeschriebenen Beratungsprotokolle der Banken einem eingehenden Test unterzogen.

Die Protokolle, die der Dokumentation von Beratungsgesprächen zur Geldanlage dienen sollen, haben – um es kurz zu fassen – katastrophal abgeschnitten. In fast allen Testgesprächen wurde weder das genaue Anlageziel des Testanlegers im Protokoll niedergeschrieben, noch wurden seine finanziellen Verhältnisse festgehalten. Auch Risikobereitschaft und finanzielle Verhältnisse fanden kaum Einlass in die Beratungsprotokolle, genausowenig wurden die Provisionen der empfohlenen Produkte klar wiedergegeben.

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RIP noa bank – es leben die Ethikbanken?

So spektakulär wie die noa bank vor fast einem Jahr erstmalig auf dem deutschen Bankenmarkt aufgetreten ist, so spektakulär haben die Verantwortlichen der noa bank in den vergangenen Wochen auch das (voraussichtliche) Ende des Finanzinstituts inszeniert. Wilde Verschwörungstheorien gingen dem Beschluss der BaFin voraus, ein Moratorium zum Schutz der Kundeneinlagen zu verhängen. Francois Jozic, Gründer der noa bank, rief zur „Rettung der Demokratie im Finanzwesen“ auf und musste zuletzt doch aufgeben.

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Trügerische Transparenz: Das Demokratieverständnis der noa Bank

noa bank - ethische Geldanlagen fürs 20. Jahrhundert?„Retten Sie die finanzielle Demokratie! Schaffen wir gemeinsam eine bessere Welt!“ heißt es derzeit im Blog der noa Bank – hehre Ziele für jemanden, der sich im gleichen Atemzug als der Kleinere im Kampf „David gegen Goliath“ sieht. François Jozic, Gründer der noa Bank, sucht auf http://www.anderebank.de 15.000 Unterschriften für die noa Bank-Petition „zur Rettung der finanziellen Demokratie“ – dass der Zählerstand nach 10 Tagen gerade einmal 260 Stimmen aufweist, zeugt nicht gerade von grenzenlosem Vertrauen der noa-Kunden. Vielmehr zeigen die Kommentare, dass viele Bankkunden nicht nur enttäuscht sind, sondern auch eine Ahnung haben, wo Fehler im Konzept der noa Bank liegen könnten. Eine Frage, die sich wahrscheinlich viele stellen, bringt Leser Mike auf den Punkt:

Hinkt Ihre Idee der noa Bank auf beiden Beinen? Ist der “Geburtsfehler” (sofern vorhanden) heilbar?

noa Bank beschönt Grund für Geldannahmestopp

Die neuesten Schlagzeilen dürften derweil auch nicht dafür sorgen, dass sich deutlich mehr Zeichner für die Petition finden. Wie die Financial Times Deutschland berichtet, war der Grund des Einlagenstopps Ende Juni nur indirekt das „enorme Wachstum“, wie Jozic den Kunden der noa Bank am 24. Juni erklärte. Vielmehr hatte die BaFin am 23. Juni den Riegel vorgeschoben und der noa Bank sowohl die Geldannahme als auch die Kreditvergabe untersagt. Rechtlich ist zwar nicht zu beanstanden, dass die Auskunft an die Kunden die Realität, sagen wir, etwas beschönte – ein schaler Nachgeschmack bleibt dennoch. Und das Gefühl, dass die noa Bank doch nicht so „anders“ ist, wie sie sich gerne hätte, sondern die Transparenz im Zweifel auch hier Grenzen hat.

Versucht Jozic von sich abzulenken, indem er die Schuld auf die BaFin und den Finanzmarkt schiebt? Ist die noa Bank groß genug, um eine potentielle Gefahr darzustellen, die der Rest der Finanzwelt auszulöschen versucht? Was steckt wirklich hinter den Problemen der noa Bank? Ihre Meinung ist gefragt!

UPDATE: Dieser Prozess war kürzer, als erwartet:  Am 18.08.2010 verpasste die BaFin der noa Bank, und indirekt auch noa factoring, den finalen Todesstoß – was aus den eingefrorenen Kundeneinlagen wird, Reaktionen von Betroffenen und weitere Hintergründe natürlich in den kommenden Tagen auf finsider.de!

Schlecht beraten – na und?

Wieder einmal hat die Stiftung Warentest die Beratungsqualität verschiedener deutscher Banken getestet, um am Ende zu einem erwartbaren Urteil zu gelangen: Die Anlageberatung der Banken ist bestenfalls befriedigend, in Teilen sogar ausgesprochen mangelhaft.

Generell hat sich seit dem letzten Feldversuch wenig getan, nur wenige Banken und ihre Berater gehen wirklich auf die individuellen Bedürfnisse der Anleger ein, zudem werden auffällig häufig die Gefahren der empfohlenen Anlagevehikel unter den Teppich gekehrt.

Das Beratungsprotokoll, ein scheues Tier

All das überrascht nicht wirklich, so dass der zentrale Kritikpunkt der Stiftung Warentest dann auch ein anderer ist: In rund 50% der Fälle wird dem Kunden kein Beratungsprotokoll ausgehändigt, der Verlauf des Beratungsgesprächs inklusive Empfehlungen wird also nicht festgehalten. Damit verstoßen die Finanzinstitute zwar eindeutig gegen die neue Protokollierungspflicht, befinden sich aber in guter Gesellschaft. Keine einzige der überprüften Banken kommt ohne diesen Fauxpas aus. Laut “Handelsblatt” forderte die Bundes- verbraucherministerin Ilse Aigner Konsequenzen aus dem Testergebnis und intensivere Kontrollen durch die BaFin.


Protokoll-los glücklich?

Doch wer profitiert wirklich vom Protokoll? Ein vom Anleger unterschriebenes Protokoll (hierzu ist er nicht verpflichtet, es wurde jedoch bereits berichtet, das verschiedene Banken die Anleger dazu auffordern) ist wie ein Persilschein für die Bank, der Anleger verliert durch seine Unterschrift von vornherein jegliche Regressmöglichkeit.

Ein fehlendes Protokoll ist jedoch, obwohl es gegen geltendes Gesetz verstößt, eine gute Ausgangsposition für den Anleger: Die Bank kann nicht nachweisen, dass er implizit oder gar explizit erklärt hat, die Empfehlungen des Beraters verstanden zu haben. Bei einem Protokoll, ob unterschrieben oder nicht, sieht die Lage ganz anders aus. Bei einer falschen oder mangelhaften Beratung durch die Bank kann sich ein fehlendes Protokoll also durchaus positiv auswirken – auch wenn das Fehlen erst einmal ein Armutszeugnis für die Bank darstellt.

Quo vadis noa bank?

noa bank - ethische Geldanlagen fürs 20. Jahrhundert?Angetreten mit dem Anspruch, Anlegern eine ethische und zugleich lukrative Geldanlage zu bieten, scheint die noa bank sieben Monate nach ihrem Start im Limbus des Finanzsystems gefangen.

Als der noa-Gründer Francois Jozic Ende 2009 versprach, die Einlagen der zukünftigen Kunden auf ethische Weise zu verwenden (zur Wahl stehen beziehungsweise standen Anlegern die Bereiche Region, Planet, Leben und Kultur), strömten die Kunden zum neugegründeten Kreditinstitut. Sieben Monate später kann die noa bank über 290 Millionen Euro Einlagen, verteilt auf 15.000 Kunden, verfügen.

Ethik vs. Zins – Die Kundenmotivation

Der schnelle Erfolg bei der Kundenakquise kann jedoch eher den guten Konditionen, die viele Tagesgeldinteressenten angelockt haben dürften, als dem Gewissen der Anleger zugerechnet werden. Mit 2,20 Prozent p.a. lag der Zinssatz des Tagesgeldkontos bis vor kurzem gleichauf mit den besten Angeboten auf dem Markt.

Viele Neukunden = erfolgreiche Bank?

Den Ansturm an Neukunden kann die noa bank durchaus als Erfolg werten, die Probleme, vor denen die Bank nun steht, können 15.000 gewonnene Kunden in einem halben Jahr allerdings nicht übertünchen. Mit einer Kreditvergabe von lediglich 60 Millionen Euro (mehr darf die noa bank aktuell mit einem Eigenkapitalstock von 5 Millionen Euro nicht vergeben), können die Einlagen der Tages- und Festgeldkundschaft nicht wieder in den Wirtschaftskreislauf eingebracht werden. Damit steht auch die Frage nach der Refinanzierung der Guthabenzinsen im Raum, da 2,20 beziehungsweise seit neuestem 1,50 Prozent erst einmal verdient werden wollen.

Konto-Stopp ahoi!

Wenig überraschend – aber gleichzeitig wenig Vertrauen erweckend – ist daher der vor kurzem verhängte Neukundenstopp. Weder bei den Girokonten, noch im Bereich der Geldanlagen nimmt die noa bank derzeit noch Neukunden auf. Und auch die Bestandskunden mussten nicht nur die Zinssenkung „ertragen“, auch neues Geld dürfen sie nun nicht mehr bei der noa bank anlegen. Entsprechend reserviert wurden die Schritte der vergangenen Wochen von den Bestandskunden der Bank aufgenommen.

Wohin mit dem ganzen Geld?

Da lediglich 20 Prozent der Einlagen wieder als Kredite vergeben werden konnten, musste sich die noa bank um Alternativen bemühen. Aufgrund ihrer ethischen Grundlagen stellt sich die Suche nach adäquatem Ersatz erwartungsgemäß als schwierig heraus, bietet die Zentralbank doch keinen hohen Zins auf die Einlagen der Banken. Als problematisch muss wiederum die Umschichtung von Einlagen zu noa factoring angesehen werden, der Factoring-Tochter der noa bank. Denn ob Factoring eine ethische Art der Investition darstellt, darf zumindest bezweifelt werden.

Am Wendepunkt

Will die noa bank nicht das Vertrauen der Anleger verlieren, muss der Vorstand möglichst schnell eine Lösung der oben benannten Probleme aus dem Hut zaubern. Seitdem keine Neukunden mehr aufgenommen werden, macht die Bank den Eindruck, als wäre sie wie Dornröschen in einen tiefen Schlaf gefallen. Mag hinter den Kulissen auch eifrig gearbeitet werden, so tut sich im Licht der Öffentlichkeit wenig, vielleicht zu wenig. Die Zeit drängt.


UPDATE: Dieser Prozess war kürzer, als erwartet:  Am 18.08.2010 verpasste die BaFin der noa bank, und indirekt auch noa factoring, den finalen Todesstoß – was aus den eingefrorenen Kundeneinlagen wird, Reaktionen von Betroffenen und weitere Hintergründe natürlich in den kommenden Tagen auf finsider.de!

Teures Gold, billiger Euro, niedrige Zinsen

Kann man sich das Sparen sparen?

Täglich erreichen uns neue Horrormeldungen, die Politik, Wirtschaft und nicht zuletzt die Bevölkerung stark verunsichern. Einher gehen wohlfeile Empfehlungen meist selbsternannter Experten, auch und gerade aus dem privaten Umfeld, wie man sein Vermögen am besten durch die Krise bringen kann. Die Empfehlungen, die dabei meist unters Volk gebracht werden, sind jedoch nur in den seltensten Fällen zielführend.

Betrachten wir einmal drei typische Empfehlungen, die zur Zeit die Runde machen:

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