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Ausgezeichnet! Vom liberalen Umgang der Banken mit Testsiegeln
Siegel – Zeichen der Macht. Bereits im Altertum wurde die Macht der Herrscher mit Hilfe versiegelter Anweisungen bis in die entlegensten Regionen ihrer Herrschaftsbereiche gebracht. Und auch heute noch, in einer Zeit, in der Siegelwachs und Siegelring im Angesicht von E-Mails und Instant Messaging zu Anachronismen verkommen sind, üben Siegel noch immer Macht aus.
In fast jeder Form beliebt (Ausnahme: Ralph Siegel), versucht heutzutage jedermann, Testsiegel aller Art zu erringen. Und die Banken machen hier keine Ausnahme. Sie schmücken ihre Produkte gerne mit Auszeichnungen von Zeitungen und Finanzportalen, besonders beliebt ist das Finanztest-Siegel, das die Tochter der Stiftung Warentest bei ihren regelmäßigen Tests vergibt.
Aufgrund ihrer großen Beliebtheit finden sich die Testsiegel dann auch in großer Zahl auf den Websites der Banken und vermitteln gleichermaßen Seriosität und Qualität. Meist auch durchaus zurecht. Doch die weit verbreitete Praxis vieler Finanzinstitute, weiterhin mit alten Auszeichnungen zu werben, sollte als Warnung dienen, Testsiegeln nicht blind zu vertrauen. Denn es ist durchaus ein Unterschied, ob die Auszeichnung im Jahr ´10 oder vor 10 Jahren vergeben wurde.
Es wäre wünschenswert, dass die Banken Testsiegel weniger inflationär verwenden würden – und im besten Fall natürlich nur dann, wenn die Tests zumindest nicht älter als vom Vorjahr sind…
Haben Sie auch ein Prüfsiegel älteren Datums gefunden, wie diese beiden der Sparkassen-Tochter 1822direkt? Sagen Sie uns, wo oder verlinken Sie die Seite in den Kommentaren – wir sind gespannt!




